Ein Blick auf Flurnamen im Waldgebiet „Die wohnen in der Hauptstraße 89“ oder „500 Meter hinter der großen Kreuzung auf der L235 rechts rein“ – so etwas haben wohl die wenigsten je von ihren Großeltern gehört. Wenn Oma und Opa einen Weg oder Ort beschreiben wollten, dann taten sie das in einer bildhaften Sprache –
Warum wir essen, wie wir essen Eine Mahlzeit sollte nie nur den Hunger stillen, sondern hatte immer auch weitere wichtige Funktionen. So konnte sie den Zusammenhalt stärken, die gesellschaftliche Stellung hervorheben oder dem Gastgeber Bewunderung einbringen. Wie man zu essen hat, war und ist dabei sehr genau vorgeschrieben. Und an diese Regeln halten wir uns
Wo sich Höhlen in Staub auflösen Sie sind, besonders in dieser Fülle, eine absolute Rarität: die Honzrather Felskeller, die wie ein Perlenband den Fuß der „Kapp“ säumen. Früher unentbehrlich zum Lagern von Lebensmitteln, werden sie zum Teil bis heute genutzt. Vergönnt sein dürfte das allerdings nur noch zwei, höchstens drei Generationen. Profane Verwitterungsvorgänge tragen die
Die Wächter unserer Naturschutzgebiete Bei einer Wanderung durch den Bliesgau oder etwa den Saarbrücker Urwald schon mal einen Mann in Olivgrün und mit Eulen-Emblem auf der Jacke umherstreifen sehen? Das sind die Ranger von der Naturwacht Saarland. Sie agieren als Mittler zwischen Mensch und Natur und achten darauf, dass in unseren saarländischen Schutzgebieten alles in
„Beeder Bruch“ – ein Juwel im Schatzkästchen Bliesgau Weite Auenwiesen, durch welche die Blies sich frei hindurch schlängeln darf und regelmäßig über ihre Ufer tritt. Mäander, Tümpel und flache Uferbereiche. Das gefällt zahlreichen Vögeln – sie staksen gemächlich umher, picken hier und dort. Auenwäldchen durchbrechen die freien Flächen, dazwischen grasen halbwilde Tiere: urige Heckrinder, massige
Als Flößer auf der Blies und der Saar ihr Leben riskierten Mutige und geschickte Männer, die unter Lebensgefahr Baumstämme, Scheitholz oder Schnittholz schwimmend über die Blies und danach über die Saar transportierten – noch bis in das 19. Jahrhundert konnte man dieses Schauspiel, das es heute nur noch selten irgendwo in der Welt zu sehen
Der „Tag der Arbeit“ Es sind klassische Bilder zum 1. Mai: Demonstrationszüge, die mit Bannern und Plakaten durch die Straßen ziehen und, teils mit lautstarken Rufen und Sprechchören, Verbesserungen für Arbeitnehmer fordern – klar, es ist der Tag der Arbeit. Doch seit wann und warum wird dieser Tag eigentlich als solcher begangen? Der Beitrag ist
Vom Gänsegretel zur Landesherrin Die einen verehrten sie als geistreiche und warmherzige Dame von innerem Adel, die anderen sahen in ihr einen Affront: Katharina Margaretha Kest, die im März vor 265 Jahren als Tochter leibeigener Bauern auf die Welt kam und später aufstieg zur Fürstin von Nassau-Saarbrücken – in Zeiten, in denen dies eigentlich unmöglich
Lange Zeit war die Getreidegrütze das Hauptnahrungsmittel der Menschen in unserer Region und anderswo – es gab sie fast jeden Tag. Klingt eintönig? War es nicht, denn man beherrschte die Kunst, sie täglich auf verschiedenste Weise mit Gemüse, im Herbst auch Obst, und Gewürzen abzuwandeln. Unter „Gewürzen“ verstand man damals Kräuter (vor der Zeit von
Von einer ganz großen kleinen Frucht Jetzt im Frühling reifen die ersten Erdbeeren heran. Der Biss in ein kräftig rotes, saftig-süßes Exemplar ist gleich nochmal so besonders, wenn man bedenkt, was alles dahintersteckt – etwa dass die Erdbeere für Bescheidenheit ebenso steht wie für das Paradies, dass sie die meisten Gärten erst in den 1950er