Heute schmeckt man es kaum noch, was einst die Grafen von Nassau-Saarbrücken im Bann hielt: das Salz im Wasser des Sulzbaches. Trotz der schwachen Konzentration bemühten sie sich zwei Jahrhunderte lang, das „Weiße Gold“ zu gewinnen, denn es versprach Unabhängigkeit und gute Einkünfte. Das lockte auch andere an: Ein neidischer Lothringer Herzog, ein Wirtschaftsspion, ein
Passiert man den Ortseingang von Graufthal im Elsass, taucht wie aus dem Nichts eine 30 Meter hohe Gesteinswand auf – darin die „Maisons des Rochers“, die Felsenhäuser. Das Konzept ist einfach: Einer natürlichen Hohlkehle im Felsen wurden im 18. Jahrhundert Fassaden vorgesetzt. Heute sind solche Höhlenwohnungen eine Seltenheit, einst jedoch gab es sie zahlreich und
Es ist düster, eng und unbequem. Seit Wochen bereits sitzt Nikolaus Warken in einem Kellerloch in seinem Elternhaus in Tholey-Hasborn fest, in einem Räumchen von einem mal zwei Metern und mit nichts als einer Holzpritsche und einer Petroleumlampe als Ausstattung. Als die Warnung gekommen war, dass die Polizei sich nähere, war Warken in das Versteck
Eisen, Kohle, Glas, Schwarzpulver, Baumwollgarn, Wäsche, Margarine und mehr – St. Ingbert war einst bedeutendes Industriezentrum und hatte zudem die vielfältigste Produktpalette der Region zu bieten. Dabei gab es bemerkenswerterweise nie Verelendung, wie in vielen anderen Arbeiter-Hochburgen. Wir haben uns angesehen, wie es im St. Ingbert des frühen 20. Jahrhunderts zuging. Der Beitrag ist zu
Rezepte mit Krebsaugen, Kräuter und leise gemurmelte Beschwörungsformeln – das mag manch einen an Hexenmärchen aus seiner Kindheit erinnern. Doch die Frau, die sich damit einst befasste, war von der Hexe und dem Märchen weit entfernt. Sie war eine ganz reale Frau aus dem Dorf, allerdings eine mit besonderem Wissen und außergewöhnlichen Fähigkeiten: die Brauchersch.
Mittelalterliche Mauern und Türme, pittoreske Häuser mit bunten Holzläden, idyllische Grünflächen – das ist Rodemack. Das geschichtsträchtige Örtchen in unserer Region, in Lothringen, gilt als eines der 156 schönsten Dörfer Frankreichs. Wir haben uns dort umgesehen und dabei auch das Rätsel gelöst, warum uns erst am späten Nachmittag Einwohner begegneten. Der Beitrag ist zu finden
Bis in die 1970er Jahre hinein sind sie die Regisseure der Modewelt, die Kreateure käuflicher Wunschträume, die Meister der Verführung: Schaufensterdekorateure. Wir werfen einen Blick auf eine (fast) vergessene Kunstform und auf eine Zeit, in der die Saarbrücker Bahnhofstraße Sonntagsbummler mit kreativen und inspirierenden Szenerien in ihren Schaufenstern lockte. Der Beitrag ist zu finden in:
Bergmänner mit Backsteinen in der Hand, das war im Frühsommer 1890 ein allgegenwärtiges Bild an der Saar. Überall sah man sie in Richtung Bildstock ziehen. Die Behörden verfolgten es mit Entsetzen und selbst im Reichstag in Berlin fühlte man sich unwohl. Denn was die Steineträger an der Saar vorhatten, war bisher einmalig: Sie wollten ein
Im Raum Saarbrücken trafen einst Jakobspilger aus verschiedenen Richtungen aufeinander und zogen von hier aus weiter nach Metz. Dank des Projektes „Sternenweg/ Chemin des étoiles“ des Regionalverbandes können Menschen die Pilgerwege der Region wieder bewusst erwandern und dabei Zeugnisse mittelalterlicher Kultur entdecken. Anziehungskraft und Mystik des Sternenweges sind ungebrochen. Der Beitrag ist zu finden in:
Für viele Menschen ist die Zeit von Dezember bis Februar die härteste des Jahres – wegen der Kälte und der Dunkelheit. Und das, obwohl es uns heute mit all unseren modernen Annehmlichkeiten ziemlich gut geht. Wie muss da der Winter erst für die Menschen unserer Region vor etwa 2000 Jahren gewesen sein? Wir haben uns