TestbeitragEine Nachricht von Paris in das 225 Kilometer entfernte Lille zu senden, dauerte in früheren Zeiten einen Tag – bestenfalls, mit einem berittenen Boten. Ende des 18. Jahrhunderts jedoch brachte in Frankreich eine einfache wie geniale Erfindung ganz neue Möglichkeiten. Teile des heutigen Saarlandes wurden an das neue System angeschlossen und hingen damit eine Zeitlang
Bernhard von Breydenbach wurde bekannt durch eine Pilgerreise ins „Heilige Land“ sowie durch seinen ausführlichen Pilgerbericht, der zu einer Art „Bestseller“ des 15. Jahrhunderts avancierte. Der Autor gab seinen Zeitgenossen nicht nur Ratschläge zu Vorräten und Gepäck auf einer derart weiten Reise, sondern auch Übersetzungen häufig gebrauchter Wörter an die Hand. Zudem machte er sich
In unserer Region – vor allem rund um Burgen, Schlösser, Kirchen und Klöster – finden sich zahlreiche Öffnungen im Erdreich. Manche hatten technische Funktionen, andere sollen angeblich die Möglichkeit geboten haben, sich unbemerkt zu bewegen. Die Blieskasteler Gräfin Marianne von der Leyen etwa floh laut mehreren Sagen durch einen Geheimgang, beginnend in ihrem Kleiderschrank oder
Ob Ludwig I. von Bayern, manch einen Meditationslehrer oder „Nathalie und Markus“ – das Karlstal bei Trippstadt hat schon viele Menschen bezaubert und inspiriert. Idyllisch schmiegen sich Treppenstufen zwischen bemooste Felsblöcke und erhebt sich ein kleiner Pavillon über dem Gewässer. Und hier und da gibt es etwa Gemäuerreste oder offizielle und ganz persönliche Inschriften zu
Landschaften, Bergleute, Hüttenarbeiter – die Bilder von Walter Bernstein aus Schiffweiler, vor allem die zur einstigen Industriekultur an der Saar, erfahren zunehmendes Interesse. Sehr begehrt sind auch seine Kranich-Bilder, deren berührendes Rätsel erst posthum gelüftet werden konnte. In diesem Jahr nun – seinem 120. Geburts- und zugleich 40. Todesjahr – wird er besonders gewürdigt. Wer
Manch einem schien er verdächtig: Hieronymus Bock studierte Schriften in alten Sprachen, die keiner mehr verstand, stapfte bei Wind und Wetter durch die Wildnis und trug körbeweise Material nach Hause, um allerlei Pülverchen und Gebräu daraus herzustellen. Ob das nicht „mit dem Deuffel“ zuging? Doch die meisten Leute erkannten den Wert seines Schaffens, durch das
Alle waren gleich, alle lebten auf engstem Raum beieinander, alle mussten sich aufeinander verlassen können – in den Vierteln und Siedlungen der einstigen Arbeiterfamilien herrschte ein besonderer Geist. Mehr noch als in vielen anderen Wohngebieten war der Alltag geprägt von gewissen Werten wie Gemeinschaftssinn, Zusammenhalt, Anpacker-Mentalität sowie der Fähigkeit, sich irgendwie selbst zu behelfen. Als
Wie kleideten sich die Menschen in unserer Region vor 50 oder vor 80 Jahren, wenn sie zu dieser Jahreszeit aus dem Haus gingen? Von leger zu glamourös, von elegant zu provokant wandelte sich die Mode zwischen etwa 1920 und 1980. Dabei war sie nie „nur Kleidung“, sondern immer auch Ausdruck des Zeitgeistes. Was die großen
Ein paar bescheidene Häuser in ländlicher Stille – so stellt man sich meist die hiesigen Siedlungen im Hinterland, abseits der Zentren, zurzeit der Römer vor. Doch sie konnten auch anders aussehen: Im Vicus Wareswald (zwischen Oberthal, Marpingen und Tholey) standen große, noble Villen und ständig weilten hier Auswärtige. Erst jüngst hat ein Sensationsfund das hohe
Wenn er an das Rednerpult trat, konnte minutenlanger Applaus erschallen und bis heute schwingt bei seinem Namen ein gewisser Pathos mit: Hans Böckler. Er hat noch mit manchem Arbeiterführer der ersten Stunde zusammengearbeitet, war aber selbst bis 1951, bis ins hohe Alter, aktiv – und gerade im Alter errang er besondere Erfolge. „Saarabien“ jedoch hatte